29.04.  Meine persönliche Meinung zu diesem Wahnsinn.

Grundsätzlich bin ich ein Freund der Energiewende und Befürworter der Windenergie. Doch was hier auf dem Hunsrück für Fehler in der Planung und Durchführung gemacht wurden ist nicht mehr gutzumachen.

Ohne Rücksicht auf die Belange der Bürger und Natur wurden Baugenehmigungen wie Freilose verteilt. Bis heute stehen ungefähr 190 Windkraftanlagen auf dem Hunsrück und es sollen in den nächsten Jahren insgesamt 370 Anlagen werden.  Eine schon heute nicht vorstellbare Verschandelung.

 

Die Einwendungen der betroffenen Bürger wurde durch die Rechtsprechung fast vollständig abgeschmettert , so das das Recht auf Lebensraum  einer Fledermaus oder eines Raubvogels als Verhinderungsgründe herhalten müssen. Armes Deutschland , wo die Rechte einiger Tiere mehr Bedeutung haben als die der Menschen in den gleichen Lebensräumen.

 

Jetzt kommt die Verbandsgemeinde ins Spiel. Sie erstellt einen Flächennutzungsplan der die Landschaft südlich der B50 zu schützen versucht.  Doch leider gibt es dort Gemeinden die mit Neid auf die Einnahmen ihrer Kollegen nördlich der B50 schielen und auch von den dort gemachten Einnahmen  profitieren möchten. Leider sind sie nicht damit zufrieden was die Gemeinden mit Einnahmen ihnen abgeben wollen.  Sie wollen mit allen Mitteln selber Windräder auf ihren Gemarkungen aufstellen. Auf die Gefahr das dann der Naturpark, südlich der B50, bald genauso aussieht wie der Bereich nördlich.

 

Sie ziehen vor Gericht um den Flächennutzungsplan  ( FNP ) zu kippen und haben damit auch Erfolg weil bei der Ausarbeitung und Umsetzung des Flächennutzungsplan Fehler aufgetreten sind.

Also wird die Verbandgemeinde verdonnert einen neuen FNP aufzustellen.

Niemand wundert es, wenn der neue FNP den Schutz des gesamten Naturparkes, eine Schutzzone von 3 bzw. 2 km um den Hunsrückdom und die Nunkirche vorsieht. Dazu wurde zeitgleich von der Landesregierung zwei neue Kernzonen für den Naturpark Soonwald Nahe verabschiedet. Diese Kernzonen lassen keinerlei gewerbliche Bebauung und damit also keine Windkraftanlagen zu. 

 

Jetzt sollte man meinen die Gemeinden würden den Willen der Verbandsgemeinde und auch, der sonst als windkraftfreundlich bekannten, Landesregierung verstehen. Falsch gedacht. Trotzig, wird jetzt nach Wegen gesucht diese Entscheidungen wieder zu torpedieren.

 

Wäre es nicht vernünftiger, seine Kräfte zu bündeln und sich mit den anderen Gemeinde und der Verbandsgemeinde darauf zu verständigen die Geldmittel die jedes Jahr fließen auf alle Gemeinden halbwegs gerecht auf die Gemeinden zu verteilen. Die im Solidarpakt Windenergie Soonwald beschlossenen 10 % sind zwar ein Anfang, sollten aber durch Verhandlungen und nicht durch Klagen in eine für alle Seiten zufriedenstellenden Prozentsatz verändert werden.

 

 

 

 

Was ist schief gelaufen in den verschiedenen Gemeinderäte, damit sie einen  solchen Beschluss (Soonwald Gemeinden greifen Flächennutzungsplan an ) fassen.  Der Grund " die Gemeinden bräuchten das Geld " wird zwar immer wieder genannt, doch bei all den Nachteilen für die Menschen in den Gemeinden kann ich nur fassungslos den Kopf schütteln.

Im § 1 der Gemeindeordnung steht ausdrücklich : Die Gemeinde ist berufen das Wohl ihrer Einwohner zu fördern. Von Zerstörung ihrer Lebensqualität , Gesundheit oder der Vernichtung ihrer Vermögenswerte steht dort nichts. Ganz im Gegenteil eigentlich gibt es im Bürgerlichen Gesetzbuch sehr viele Paragraphen die sich mit den gerade genannten Tatbeständen beschäftigen und dafür Strafen und Schadenersatz androhen.

 

Noch vor fünf Jahren hätte jeder gesagt: „ Ok so ein Windrad ist schon von Vorteil für unsere Gemeinde“. Doch heute, wo jedermann nördlich der B50 erkennen kann zu was für Auswüchse es bei dem Aufstellen von Windräder gekommen ist, kann man doch wohl nicht  ernstlich in Erwägung ziehen diesen Schwachsinn auch auf die Gemeinden südlich der B50 auszuweiten.

Es gibt nicht einen vernünftigen Grund, außer den Pachteinnahmen für die  Gemeindehaushalte und private Grundstückseigentümer. Sobald die ersten Windräder auf Gemeindeland aufgestellt werden,  sind Genehmigungen für weitere Windrad - Flächen, auch auf privat Gelände, kaum noch zu verhindern.

Bei der einen  oder anderen  Gemeinde könnte ich ja noch verstehen, wenn sie die Pachteinnahmen für ihren verschuldeten Gemeindehaushalt möchten. Wobei ich glaube, dass es andere Möglichkeiten geben muss um eine Gemeindehaushalt zu sanieren.  Die Kosten trägt nämlich der Bürger, der über seine Stromkosten, der Wertverlust seiner Häuser und die Verschandelung seiner Landschaft einen hohen Preis bezahlt.

Allein durch den Wertverlust aller  Immobilie und  Grundstücke in Ravengiersburg  werden ungefähr soviel Werte vernichtet, wie ein Windrad a 30.000 € (Pacht pro Jahr) in 100 Jahren einbringen würde.

Ein Windrad auf einem privaten Grundstück und damit zu Gunsten einer Privatperson ist absolut inakzeptabel.  Ein Einzelner hat die Vorteile und die Gesamtheit hat alle Nachteile. So etwas sollte in unserer heutigen Gesellschaft nicht möglich sein.